Blog

Veröffentlicht in

Endanflug auf Lanazrote

Land-ho! Es ist 4.30 wir stehen ein paar Meilen vor Lanzarote. Neben uns rauscht gerade ein schwimmendes Hotel vorbei. Wir werden es wohl gleich im Hafen von Arecife treffen. Wir melden uns nach dem Anlegen und Ausschlafen. Nur so viel hat alles bestens bisher geklappt. Bissl wenig Wind. Euch einen schönen, ausgeschlafenen Morgen!

Veröffentlicht in

Kanarischen Inseln

In Agadir hat’s uns ja nur so bedingt gefallen. Der Souk war super, die Marina gut und günstig aber sonst teuer, sehr touristisch, Essen nur so lala und das Wetter neblig kühl.Nachdem Gabi uns Siegfried einen Rückflug aus Lanzarote hatten, haben wir ein Wetterfenster abgewartet.Die Tage vor unser Abfahrt waren die Winde top aber die Wellen ziemlich hoch. So 3m Welle von der Seite war uns zu viel. An unserem Stichtag waren nur 2 m Welle und ein bisschen Wind vorhergesagt. Also wir morgens  gleich zur Polizei und zum Zoll. Der nette Polizist hat Juli noch ein bisschen in seinem Golfcart mit Blaulicht sitzen lassen. Dann hat er schwungvoll den Ausgangsstempel in die Pässe gehauen und uns die offizielle Genehmigung gegeben, Marokko verlassen zu dürfen.Motoren an und raus in die diesige Suppe. Wir fahren mit einem Motor durch die höher werdenden Wellen raus auf den Atlantik. Bald sehen wir nur noch Wasser. Tschüß Agadir Die Wellen sind nicht steil oder bedrohlich, heben uns von der Seite 2m hoch uns lassen uns wieder ins Tal herunter. Leider kommt der angekündigte Wind nicht und wir brummen die Wellen rauf und runter. Ich finde es auch relativ kühl durch die Luftfeuchte.Wenn der Motor läuft haben wir immer genug Wasser und vor allem auch heißes Wasser.Ich freue mich auf eine schöne heiße Dusche. Während ich das heiße Nass genieße höre ich schon aufgeregte Schreie aus dem Cockpit. Als ich hoch komme, wird mir eröffnet, dass ich ein Rudel Delfine verpasst habe. Es bleibt aber keine Zeit zum Ärgern, die nächste Schule rückt schon von hinten an. Große und ganz kleine Delfine schwimmen hinter, neben und vor uns gleichzeitig. Wir wissen gar nich wo wir zuerst hinschauen sollen. Überall springt, prustet und spielt es um uns herum. Die Delfine bleiben 20 Minuten bei uns und haben offensichtlich Spaß mit uns.​ Kurz vor dem Abend, werden die Wellen unangenehmer. Die Bootsbewegungen ungleichmäßiger. Teile der Crew werden grün um die Nase und es gibt erste Opfergaben an Neptun. Auch mir geht’s zum ersten Mal unserer Reise nicht so gut. Ich esse nichts zu Abend und bleibe bis 22.00 stur nach vorne blickend auf dem Steuersitz hocken. Gegen Mitternacht beruhigen sich die Wellen und wir fahren gemächlich weiter.Am Morgen geht es allen besser und der Tag kann kommen. Die Kinder entwicklen eigene Strategien gegen Seekrankheit Die Vögel kennen keine Scheu -zur großen Freude unserer Kinder und zu meinem Entsetzen als mir bei Nachtwache die Federviecher um die Ohren flattern. Nachmittags kommen kleine Vögel an Bord. So die Größe von Rotkehlchen. 100sm von jeder Küste entfernt. Wir glauben erst an verirrte  Piepmätze, die sich bei uns ausruhen wollen und nicht so tolle Überlebenschancen haben. Als gegen Abend dann zeitweise 20 Vögel an Bord sind, sind wir uns da nicht mehr ganz so sicher. Manche der Vögel kennen keine Scham und Scheu und fliegen ins Boot rein um Insekten zu jagen. Am nächsten Morgen schaut Luna wirklich beschi**en aus. Die Vögel haben sich verzogen und uns als Klo benutzt. Morgens um 4.00 sehen wir zum ersten Mal Lanzarote. Die Kanaren, waren immer eine Etappe, die wir gern geschafft hätten uns aber nicht sicher waren, ob wir so weit kommen. Wir sind durch 3 durchwachte Nächte aber nur bedingt Feierbereit und schauen, dass wir unseren Kahn sicher in die Marina bugsieren. Kurz vorm Anlegen, wacht die Crew auf und die Kinder stehen mit großen Augen an Deck und kommentieren jenen Schritt.Jetzt werden wir 3 Wochen erstmal auf Lanzarote bleiben und das süße Hafenleben geniessen. Das Tolle ist, man trifft die unterschiedlichsten Leute. Jeder Gang zum Mülleimer ist interessant und wir bleiben oft bei manchem Segelboot hängen, um zu quatschen. Kinder erleichtern das Einchecken in ein neues Land. Sie sind bei den Offiziellen immer beliebt. Angekommen in Lanzarote.

Veröffentlicht in

Bei den Hippies

Heute haben wir nach dem Frühstück erstmal den Industrie-Schlonz von unserem Boot gewaschen. Ich muss ja zugeben, dass ich immer ein bissl über die Leute gelächelt  habe, die ihr  Boot dauernd waschen. Aber bei dem Dreck der sich hier ansammelt, packt sogar mich der Putzfimmel. Ich musste voller Schrecken feststellen, dass mir das Spaß macht. Mist, ich werde doch noch mit Ende 30 zum Spießer.  Um hier radikal gegenzusteuern, haben wir nach 3 Stunden Volvo-Segeln (war wiedermal kein Wind) die Hippie Bucht angesteuert. Laut Reiseführer einer der letzten Orte, wo sich Aussteiger, Alternative & Hippies treffen und bleiben. Das ganze sieht so aus: Cala San Pedro ist eine kleine Bucht ohne Straßenzugang. Wer hier her kommt, kommt mit dem Boot oder zu Fuß über die Berge. Es gibt Höhlen im Fels, die bewohnt sind, Zelte, Barracken und Gemeinschaftseinrichtungen wie Küche, Klo, Hanffarm und so.Die Leute wohnen hier vom Frühjahr  bis Herbst, haben ein paar Solarzellen, Wasser aus einer Quelle im Berg und bauen sich an, was sie zum Essen und Rauchen brauchen. Am Strand ist eine ganz entspannte Atmosphäre. Tagsüber kommen hundert Tagestouris mit Booten an,  da ist schon was los. Aber keine Buden, Strandschirmverkäufer oder ähnliches. Am Abend ist es gemütlicher. Die Leute sitzen am Strand machen Musik, sitzen am Feuer und genießen – dem Geruch nach der gerade zu mir rüberweht – Rauchwaren aller Art. Bisschen wie in dem Film „The Beach“- nur eben europäisch.Wir ankern hier vor dem Strand und beobachten das Treiben, paddeln und schnorcheln. Die Kinder toben sich am Strand und im Wasser aus und Juli hat schon drauf hingewiesen, dass wir hier für immer bleiben müssen. Heute Abend haben wir uns ein Schwertfischscheibe gegrillt. Der ist in Spanien günstiger als Würschtel und schmeckt einfach toll. Sogar Jonathan hat mit seinen 1,5 Zähnen ordentlich was davon verdrückt.Leider ist die Bucht nicht so gut gegen Wind und Wellen geschützt. Im Moment ist absolute Windstille und das Wasser ist dementsprechend ruhig. Hoffentlich bleibt das morgen auch so. Uns gefällt’s hier. Vielleicht bleibt der Spießer in mir noch ein bisschen auf Abstand.

Veröffentlicht in

Strandtag und dann wieder in den Mast

Nach der ganzen Aufregung von gestern haben wir heute einen Strandtag eingelegt. Felix hat seinen Schnorchel angezogen und die Steinchen am Ufer erforscht. Juli hat sich mutig ins Wasser geschmissen und war wild entschlossen ihre Schwimmkünste zu verbessern. Auf dem Heimweg dann noch schnell Fische am Steg gefüttert. Felix hat uns erklärt, dass die ja schließlich auch was zum Abendessen brauchen.Als dann alle Kinder geschlafen haben, ging der Spaß mit’m Mast wieder los. Wir haben gestern auf dem Meer nur geschaut, dass das Segel wieder runterkommt. Heute mussten wir deshalb die Situation in der Mastspitze klar machen.  Also Hannes in die Gurte rein und los ging’s mit dem gekurbel. Ist echt besser als jedes Fitnessstudio. Als Hannes endlich an der Mastspitze angelangt war, war schnell klar, dass sich die Leine zum Hochziehen des Grosssegels, heillos verwuschelt war. Hannes hat das schnell entwirrt. Jetzt kann’s weiter gehen. Morgen wollen wir in eine Buch fahren, die auf den klingenden Namen „Bitteres Wasser“ hört. Der Wind ist mal wieder subopimal aber wir wollen weiter. Garrucha hat zwar einen schönen Strand, leider aber auch einen Terminal für Frachter. Hier staubt’s schlimmer wie in einem Mehlsilo. Alles ist mit einer Rostroten Schicht überzogen. 

Veröffentlicht in

Wieder in Gib

Nach unserem Marokko Abenteuer sind wir wieder zurück in Gib. Morgen müssen wir Elli, Mario und Toni wieder zum Flughafen bringen. Das Büro wartet wieder in Deutschland auf sie.Wir haben uns 2 Nächte direkt in Gibraltar gegönnt. So sind wir in 3 Minuten in der Innenstadt und müssen nicht erst über die Landebahn laufen.  Das haben wir heute gleich zu einem Full English Breakfast genutzt. Fett und Blutwurst Tanks sind also erstmal wieder gut gefüllt. Die nächsten Tagen werden wir dazu nutzen, unser Boot Atlantik klar zu machen und uns Mut für das große Meer zu machen. In knapp einer Woche kommt unsere Atlantik-Crew-Verstärkung Siegfried und Gabi, worauf unsere Kinder ganz besonders hinfiebern und die Tage schon zählen. Dann werden wir versuchen den Tag abpassen, an dem der Atlantik sich von seiner Schokoseite zeigt und unser Marokko-Atlantik-Abenteuer starten. Wir werden weiterhin versuchen zu berichten. Unser Freund Sven hat uns großzügigerweise sein Satelliten Telefon geliehen, so dass wir auch ohne Landsicht von uns hören lassen können. ​Vielen Dank für die vielen Mails mit dem positiven Feedback zu unser Reise und unserem Blog. Das freut uns immer sehr und ist sehr motivierend.

Veröffentlicht in

3 Touristen, nix zu Essen und Juli holt das Letzte beim Spielen aus sich raus

Vor unserem Trip nach Tetouan stand die Frage im Raum, wie da hin kommen. Die Stadt ist ungefähr 20 km entfernt. Also Taxi. Gleich nachdem wir beim Zoll einklariert hatten stand schon der erste „Guide“ (auch als Schlepper bekannt) vor dem Boot. 30 Euro würde die Taxifahrt kosten, hin und zurück und er würde das Touristentaxi besorgen. Vorsichtiges Nachfragen bei anderen Marokkanern ergab, dass es mit dem lokalen Taxi die Hälfte wäre. Also haben wir uns an die Straße gestellt und mal geschaut, was so auf uns zu kommt. Keine 30 Sekunden später stand dann das erste blaue Taxi neben uns. Ein recht neuer Dacia Logan mit Dachgepäckträger und einem sympathischen Fahrer. Der Preis war tatsächlich der den wir erfragt hatten – ohne Touri-surcharge Ein paar Minuten später standen wir am Ausgang der Neustadt von Tetouan und haben das wuselige Treiben eines Marktes bewundert. Für die Kinder eine neue Erfahrung, so viele Leute auf engem Raum, jeder Verkäufer preist seine Waren lauthals an, neue, exotische  Gerüche. In den ersten Minuten bleiben die Kinder eng bei uns. Juli will gleich in den Kinderwagen zu Jonathan. Nach kurzer Zeit und ein paar frischen Backwaren legen die Kinder ihre Scheu ab und laufen mit staunen Augen durch die Stadt. Tetouan ist für seine Medina (also die Altstadt) berühmt. Sogar die Unesco hat sie zum Weltkulturerbe erhoben. Trotzdem zählen wir 3 andere Touristen. Wir werden bestaunt (v.a. die Kids), gestreichelt (nur die Kids, abgebusselt (ebenfalls nur die Kids) ansonsten von den Standbetreibern nicht angesprochen. Zwei Schlepper versuchen sich an uns, suchen aber relativ bald das Weite als wir klar kein Interesse zeigen. Felix musste mal mitten am Place Royale. Kein Restaurant, kein Café, keine Toilette. Felix zieht Jonathans Windel an und verzieht sich hinter ein Polizeiauto Wir streifen durch die verschlungenen und engen Gassen der Altstadt und verlaufen uns ein bisschen. Hier gibts alles was man zum Leben in Marokko so braucht. Im hinteren Teil der Medina arbeiten die Handwerker an Ihren Kunstwerken. ​ So gegen 1400 geben uns unsere Kinder zu verstehen, dass etwas zu Essen nicht verkehrt wäre. Nur: Weit und breit kein Restaurant! Wir suchen intensiv nach etwas zu Essen. Tee und Süßkram an jeder Ecke aber nix Handfestes. Nach halbstündigen Herumirren, finden wir ein Riad das auch Essen serviert. Wir sitzen im Innenhof des alten Stadthaus neben einem Springbrunnen und lassen uns es schmecken. Die Kinder schließen mit der Tochter der Wirtin heiße und innige Freundschaft. Das Mädchen ist vor allem von Julis blonden Haaren hingerissen und trägt Juli durchs ganze Riad. Trotz Sprachbarriere finden die Kinder schnell in ein gemeinsames Spiel. Juli holt beim Spielen das Letze aus sich raus. Auf dem Weg aus der Medina beschäftigen uns die zahlreichen Bettler, die teils verstümmelt an Wände gelehnt um eine milder Gabe bitten. Die Kinder fragen intensiv warum diese Männer so verstümmelt sind. Wir versuchen zu erklären, dass nicht jeder einfach zum Arzt gehen kann und gut versorgt wird und denken uns mal wieder was wir für Glückspilze sind und wie privilegiert unser Leben verläuft. Immer wieder ein guter Reminder für uns und hoffentlich auch ein Fingerzeig für unsere jungen Crewmitglieder, dass das nicht so selbstverständlich ist, wie wir Leben dürfen. ​

Veröffentlicht in

Mitten auf dem Meer ein Aussichtsturm?

Auf dem Bild kann man ganz gut erkennen, wie die Marina von Anguillas aussieht. Wir lagen hier gleich rechts neben dem Eingang für 2 Tage. Die Marina ist eigentlich ganz gut angelegt. Schwimmbad, Squashfeld, freie Liegeplätze und hohe Betonmauern schützen vor allen Winden und Wellen. Diese besagten Mauern, haben nur den unangenehmen Nebeneffekt, dass sie sich in der Sonne aufheizen und sämtliches laues Lüftchen fehlt. Wir hatten um 1400 Temperaturen um die 40C im Schatten und haben alle 5 geschwitzt wie sonst nur in der Sauna. Ein echter Glutofen.​Heute haben wir gleich nach dem Frühstück unsere Reise Richtung Südwesten fortgesetzt. Motoren an, alle Festmacher lösen und raus aus dem Hafen. Alles soweit schon fast Routine. Wir haben bei leichten Winden und etwas Schwell beide Segel gesetzt und waren uns sicher, in 3 Stunden in Garrucha zu sein, unserem nächsten Stop. Aber wie so ist, kommt’s anders als man sich das so vorstellt. Bei uns war das in der Gestalt von vielen blauen Flecken, Angstschweiß und einer erzwungenen guten Aussicht. Was war passiert? Der Wind ist ein paar Meilen vor Garrucha eingeschlafen. Ich wollte die Segel runter ziehen, damit wir dicht unter der Küste in den Hafen motoren können. Nur wollte das Grosssegel nicht runter kommen. Hat sich einfach keinen Millimeter bewegt. Trotz ziehen, zerren, gut zureden und Fluchen. Mit stehendem Segel, kann man dummerweise nicht in einen Hafen reinfahren. Das muss runter. Damit es runter kommt, muss einer hoch. Dafür haben wir einen sogenannten Bootsmannstuhl dabei. Das ist wie eine Schaukel mit Gurt zum fest machen. Reinsetzen, festschnallen und hochziehen. So die Theorie –  im Hafen alles kein Problem. Auf dem Meer nichts, was ich nochmal machen muss. So sieht das im Hafen aus. Selbst da spürt man deutlich wenn ein Schlauchboot vorbei fährt ​Der Mast ist ungefähr 20 Meter hoch und jeder noch so kleiner Wasserhubbel pflanzt sich entsprechend verstärkt in die Spitze fort. Kathi hat mich unter Aufbietung aller ihrer Kräfte hoch gezogen und ich bin oben vom Mast verdroschen worden. Nach ca 15 Minuten im Mast, war das Problem Gott sei Dank behoben. Das Segel ist in einem Rutsch runter gekommen und Kathi hat mich schnell wieder runtergelassen. Wir waren beide danach ziemlich platt. Kathi in den Armen vom Kurbeln und ziehen und ich vom Festklammern am Mast. Wieder was gelernt und vor allem wieder gemerkt, dass wir als Team gut funktionieren. You live and learn wie die Engländer so schön sagen.Zur Feier des Tages haben wir uns dann ein Abendessen an der Pier in einem netten Restaurant gegönnt und werden morgen den Tag am Strand verbringen. ​

Veröffentlicht in

Ausziehen, Schwitzen & Streichen

Man, man, man wenn wir gewusst hätten, was das für eine Arbeit ist!Hätten wir es trotzdem gemacht, aber vermutlich  uns vorher mehr Sorgen gemacht. Erst haben wir das ganze Haus in 150 Umzugskisten verpackt, alle Möbel abgebaut, verpackt und beschriftet. Am bisher heißesten Tag des Jahres habe ich  früh morgens einen 7,5 Tonner LKW ausgeliehen und dank tatkräftiger studentischer Hilfskräfte alles im LKW verstaut. Bei 32° C im Schatten haben wir Kiste um Kiste geschleppt und geschwitzt. Am Ende war der LKW randvoll Die zugeladenen 3 Tonnen haben den LKW kurzzeitig ins Schwitzen gebracht (Warnlampe: Luftfederung defekt – Nicht fahrbereit) aber dank des Tipps unseres Nachbarn Jörg („einfach mal fahren!“) hat alles geklappt. Nächsten Morgen haben wir dann alles in mein altes Kinderzimmer eingeräumt.  Unser jüngstes Crewmitglied hat in der Zwischenzeit in Omas‘ Hängematte den ganzen Stress verpennt. Dann husch, husch zurück nach München und das Haus streichen, Garten sanieren & Auto verkaufen.Zeit war nicht mehr wirklich. Wir hatten uns mit dem Auszugstermin um einen Tag vertan. Also waren auf einmal statt okaye 4 Tage nur noch 3 Tage zum Streichen des ganzen Hauses da.Ehrlich, da haben wir schon ein bisschen geschwitzt. Aber wir haben’s geschafft. Unsere Kinder waren aufgeteilt auf Oma&Opa und Tante und haben ihren Urlaub genossen (Danke Oma,Opa & Elli!). Wir haben uns währenddessen 70 Liter Farbe um die Ohren gehauen. Gott sei Dank hatte uns Malerprofi Benni sowohl mit der richtigen Farbe und vor allem mit der richtigen Technik versorgt.   Fertig und glücklich Unser Auto mussten wir auch noch loswerden. An dem Tag an dem ich unseren treuen Diesel Touran bei Mobile.de eingestellt habe, gab’s die „Diesel-Einfahrtverbote-in-München“ Schlagzeile. Das hat nicht wirklich geholfen, aber auch das haben wir dann nach zähen Verhandlungen hinbekommen.  Jetzt haben wir kein Auto mehr, aber welcher Segler braucht das schon ;-).  Letztes Bild mit unserem treuen Touran

Veröffentlicht in

Wieder zusammen

Endlich ist Kathi wieder mit den Kids zurück. Puh, das wurde aber auch Zeit. Unsere Freunde Christian und Christine sind auch für eine Woche mit gekommen, um das Bootsleben kennen zu lernen und mit den Kindern Schwimmen zu lernen. Die beiden sind Schwimmprofis vor dem Herrn. Wir verlassen die Hauptstadt von Lanzarote und fahren zur Südspitze der Insel. Hier gibt es eine schöne Marina mit eiskalten Pool. Wir gehen aber auch in diese Marina weil in den nächsten Tagen Ostwind angesagt ist. Das ist eine Windrichtung, bei den die meisten Buchten nicht mehr sicher so angenehm sind. Ostwind heißt auch: heißer Wüstenwind mit Sand im Gepäck. Wir genießen die knochentrockene Luft und die warmen Temperaturen. Wenn’s uns zu heiß wird, gehen wir ins warme Meer (25°C) oder in den saukalten Pool (kurz vorm Gefrierpunkt).Nach 2 Tagen dreht der Wind wieder auf die übliche Richtung und wir gehen endlich wieder ankern. Endlich wieder freie Sicht auf den Sonnenuntergang. Unbezahlbar. Eine wunderschöne Bucht mit tollem Sandstrand erwartet uns. Wir werfen den Anker auf 7m Wassertiefe und fahren den Haken ordentlich ein. Wir wollen ja beruhigt schlafen können. Die Kinder plantschen, schwimmen und buddeln was das Zeug hält. Ich gehe mal wieder Tauchen, um das Unterwasserschiff zu streicheln und zu gucken, ob noch alles ok ist. Nach getaner Arbeit schwebe ich auf vielleicht 3 Meter im türkisen Wasser, Luna schaukelt über mir und das goldene Sonnenlicht schimmert an ihren Rümpfen vorbei. Unter mir gründeln ein paar Fische und schnappen nach den Muschel und Krebsen, die ich von Lunas Rumpf gerade gekratzt habe. Fantastisch. So hatte ich mir das vorgestellt. In Hintergrund ist Fuerteventura. Spaß am Strand Felix spielt Fähre mit Christine als Motor Abends kochen wir was schönes zusammen, bringen dann die Kids ins Bett und sitzen danach im Cockpit zusammen. Die Tage vergehen wie im Flug. Nach einer Woche ist es leider Zeit für Christian und Christine wieder heim zu fliegen. Damit sie ihren Flieger erwischen, segeln wie weiter nach Fuerteventura.Der Name bedeutet ja starker Wind. Auch hier wieder mal Fehlanzeige. Wir treiben mehr als das wie segeln. Trotzdem haben wir einen entspannten Nachmittag auf See und kommen Abends in Puerto del Rosario an, der Hauptstadt von Fuerte. Wir ankern im Hafenbecken und haben einen letzten gemeinsamen Abend. Morgens um 6.00 Uhr bringe ich die beiden traurig mit unserem Dinghy zum Ufer schon entschwinden sie wieder nach Deutschland.Uns gefällt es hier gut. Eine ruhige, kleine Stadt, großer Supermarkt vor der Tür schöner Strand ums Eck. Ankern kostet ja nichts –  auch das tut unserer Reisekasse gut, nach all den Aufenthalten in den Marinas.

Veröffentlicht in

Töpfe bis zur Decke

Gestern war verstrahltes Herumlaufen in Agadir ja Program. Heute waren wir alle etwas ausgeschlafener. Also nix Laufen sondern Taxi fahren. Ist hier so billig, dass Laufen sich einfach nicht anbietet. Taxi Fahren ist lustig Unser Ziel war ein Souk etwas weiter draußen. Wir hatten mit engen verschlungenen Gassen gerechnet und waren ganz überrascht als wir in eine Halle treten, die so groß wie zwei Wiesn Zelte sind. Sogar Bayern München Schals gibt’s hier. Wir schlendern durch die Gassen voller Gewürze, Obst, Gemüse und Kochtöpfe. Töpfe so weit das Auge reicht. Hinten, kurz nachdem die Erdkrümmung einsetzt, kommen die Pfannen. Hie und da probieren und kaufen wir etwas. Die Kinder werden von den Standbetreibern immer wieder mit Goodies zum Probieren gefüttert. Leckere Gewürze und Kaffe gefallen nicht nur den Kids. Die Lebensmittelstände finden manchen seeehr langweilig. Die Metzgerei Stände haben es den Kindern angetan. Ganze Kühe hängen in der Auslage. Eine frisch geschlachtet Kuh und deren Kopf haben es Felix angetan. Er steht fasziniert vor dem Kopf und studiert alles ganz genau.Gut beladen nehmen wir ein Taxi zurück.Morgen werden wir hier noch einen Tag verbringen und dann Marokko Richtung Lanzarote verlassen. Von Lanzarote werden Gabi und Siegfried Heim fliegen und ein paar Tage später setzt sich auch Kathi mit den Kids in den Flieger. Zu Hause stehen noch ein paar Arztbesuche und die letzten Impfungen für Jonathan auf dem Programm. Ich werde in der Zwischenzeit das Boot weiter auf Vordermann bringen und für den nächsten großen Abschnitt unserer Reise vorbereiten.