Blog

Veröffentlicht in

wie war die Alhambra?

Die letzten Tage waren erwartungsgemäß anstrengend. Julia hat sich bei Jonathan mit dem 3 Tagesfieber angesteckt und ich war 2 Tage abgemeldet in der „Maschienenhöhle“ beim Inverter einbauen. Wir hatten beide so unser Päckchen zu tragen. Kathi mit der kranken Juli und den beide anderen Kids und ich in dem engen, stickigen und heißen Motorraum. Ich erspare euch jetzt die Einzelheiten (Juli Fieber, ich verdrehte Gräten). Jetzt ist wieder alles „todo bien“ wie die Spanier sagen. Alle wieder fit und der Inverter tut was er soll Auf dem Weg an die Baustelle. Da wo das Licht brennt, spielt die Musik. Also haben wir gleich die Gelegenheit genutzt und uns ein Auto ausgeliehen. Das Auto ist in seinem normalen Leben ein Taxi und schon arg mitgenommen aber für uns 5 ok. Heute morgen haben wir dann alle Kinder eingeladen, Kinderwagen drauf und ein bissl was zu essen und schon ging’s los Richtung Granada. Durch die Plastikfelder von Andalusien. Wir sind bestimmt 45 Minuten nur an in Plastik eingepackten Feldern, Hängen, Bergen und Gewächshäusern vorbei gefahren. Fluch oder Segen? Wir sind uns nicht sicher, was wir davon halten sollen. Nach 90 Minuten waren wir in Granada. Eine tolle Stadt voller Geschichte und viel Flair. Wir haben es sehr genossen durch die engen Gassen zu laufen und die Atmosphäre dieser alten Stadt zu spüren. ​ Wie fanden wir die Alhambra? Keine Ahnung. Wir waren nicht da! Wir haben uns dran gewöhnt, dass unser Reise- und Anschautempo sehr langsam geworden ist. Wir haben mehr Spaß, wenn für die gesamte Crew was dabei ist. Die Alhambra haben wir zwar nicht gesehen, aber alle waren auf dem Heimweg der Meinung, dass das ein klasse Landausflug war. Highlight für die Kinder war nicht die Alhambra sondern dieser Trinkbrunnen. Weiterer Höhepunkt aus Sicht der Kinder: Surfen auf dem glatten Boden. Papa gibt das Zugpferd. Mitten in Granada klingelt unser Telefon. Unsere Freunde aus Cartagena stehen an unserem Boot und wollten uns überraschen. Antonio und Yolanda sind 2,5 Stunden im Auto gesessen, nur um uns noch einmal zu sehen. Und wir sind nicht da. Wir sind gerührt aber auch traurig, dass wir ausgerechnet heute einmal nicht da sind.  Sie haben den von den Kindern heißbeliebten Saft dabei und Geschenke für die Kids.Hoffentlich klappt’s beim nächsten Mal. ​

Veröffentlicht in

3 Sailing Families

Auf den Iles des Saintes gibt es für uns eine besondere Attraktion. Wir treffen 2 weitere Crews mit Kids in unserem Alter. Mit der Herz aus Gold Crew verbinden uns schon seit letztem September immer wieder lustige Tage & Abende an den unterschiedlichsten Orten dies und jenseits des Atlantiks. Hinzugekommen ist nun die Crew der Lotte. 6 Erwachsene und 8 Kinder fallen zusammen auf dem lokalen Strand ein. Die Kinder spielen mit Treibholz, Sand und was sie noch finden können, stundenlang am Strand. Die Erwachsenen haben in Ruhe Zeit über die weiteren Reiserouten zu beratschlagen und genießen, dass sich die Kinder miteinander beschäftigen.​Das schöne an so einer Reise ist, dass wir unkompliziert zu anderen Seglern Kontakt finden. Es gibt unzählige gemeinsame Anknüpfungspunkte (Wo fahrt ihr hin? Wo kann man hier Eier kaufen….). Interessant ist auch, dass die Seglergemeinde weitgehend klassenlos ist. Es sind so ziemlich alle Einkommensschichten vorhanden. Alle eint, sich Zeit genommen zu haben, etwas von der Welt zu sehen und trotzdem im eigenen Bett zu schlafen.Auffallend ist die Altersverteilung. Die meisten deutschen, englischen und amerikanischen Boote sind mit (Früh-)Rentnern besetzt. Jüngere Leute treffen wir eher selten (wenn dann mit Kindern). Das war früher wohl anders. Da waren hauptsächlich junge Leute unterwegs.Leider müssen wir heute hautnah erleben, dass das Fahrtensegeln auch traurige Seiten kennt. Wir müssen uns zu ersten mal von einer anderen Crew verabschieden.  Die Herz aus Gold fährt leider nach Süden unser Weg geht nach Norden.

(function(jQuery) {
function init() { window.wSlideshow & window.wSlideshow.render({elementID:“286094430173869714″,nav:“none“,navLocation:“bottom“,captionLocation:“bottom“,transition:“fade“,autoplay:“1″,speed:“5″,aspectRatio:“auto“,showControls:“true“,randomStart:“false“,images:[{„url“:“1\/0\/0\/7\/100722660\/img-8743.jpg“,“width“:400,“height“:300,“fullHeight“:800,“fullWidth“:1067},{„url“:“1\/0\/0\/7\/100722660\/img-8746.jpg“,“width“:400,“height“:300,“fullHeight“:800,“fullWidth“:1067}]}) }
jQuery(document).ready(init);
})(window.jQuery)

Veröffentlicht in

Auch das gehört dazu

Heute stand für mich eine Routineservicearbeit an unseren Motoren an. Wir haben einen Yanmar Motor der auch so in Baggern und anderen Baufahrzeugen verbaut wird. Eine robuste Low-Tech Maschine. Wie gemacht für Segelboote.Eine Schwäche hat der Motor. Das Abgas wird in einem Krümmer mit Meerwasser gemischt. Dieses Gemisch aus aus heißen Gasen und Salzwasser hat den schlagenden Vorteil, dass es schnell kühl wird und ohne große Probleme über Gummischläuche außer Bord befördert wird. Ein heißer Auspuff in einem Plastik Boot ist nicht so super. Nachteil an dieser Konstruktion ist, dass das Gas/Salzwassergemisch ziemlich korrosiv ist. Daher muss man einmal im Jahr diesen Krümmer ausbauen und checken. Wird der Krümmer undicht, kommt Seewasser in den Motor, was der nicht so gerne hat. Dann wird’s teuer und unschön. Also anschauen und tauschen ist die bessere Alternative. Kein Problem, wir haben alles dafür an Bord. Der erste Krümmer den ich ausbaue, sieht nicht mehr so toll aus. Hat schon ordentlich Lochfraß, also neuer rein. Beim reindrehen der Bolzen erinnere ich mich an den Tipp eines sehr erfahrenen Kollegens und schmiere Kupferpaste aufs Gewinde. Die sorgt dafür, dass das Gewinde und der Bolzen sich nicht auf immer verbinden und beim nächsten Mal wieder raus kommen. Dann schraube ich die Bolzen mit einem Drehmomentschlüssel vorsichtig rein. Und dann passiert’s: Der letzte Bolzen reißt ab. Einfach so. Ich gucke den abgerissenen Kopf einige Sekunden ungläubig an dann dämmert mir, dass ich den Nachmittag und Abend nicht bummelnd in der Stadt verbringe sondern zusammengekauert im Motorraum.  Alle Versuche den Bolzen so raus zudrehen, scheitern natürlich. Also kommt ausbohren nur noch in Frage. Jeder der schon mal einen Edelstahl Bolzen ausgebohrt hat, weiß was das für eine Schinderei ist. Nach 3 Stunden, einigen Bohrern und 3 Akkuladungen habe ich es geschafft. Ein 5mm tiefes Loch ist gebohrt, ein Torxbit eingeschlagen und dank der Kupferpaste dreht der verbleibende Bolzen sich wieder raus wie Butter. Der Bolzen ist schnell ersetzt und der neue Krümmer ist eingebaut. Morgen ist der andere Motor dran. Hoffentlich ohne solche Komplikationen. ​ Das ist der kleine Mitstkerl

Veröffentlicht in

Tunnel

Nachdem wir hier in Gibraltar auf ein Wetterfenster warten, haben die Zeit genutzt und die noch ausstehenden Sehenswürdigkeiten besucht. Heute ging es mit der Seilbahn hoch auf den Rock. Die Kinder wollten die Affen noch einmal besuchen. Mir ist das ja immer so ein bissl suspekt so nah an wilde Tiere ran zu gehen. Schauergeschichten gibt es ja viele über die Affen. Wir hatten nichts zu essen dabei und haben uns so weit es ging fern gehalten. Frech sind die Affen schon, aber letztlich waren wir nicht interessant genug. Ein Besucher hatte einen Rucksack auf. Das hat einen der Affen dazu bewogen, mal zu gucken was da so drin ist. Schnell den Mann von hinten angesprungen, Rucksack aufgemacht, Keksschachtel rausgeholt und sich verzogen. In dem Moment in dem sich der Herr umgedreht hatte, war der Affe schon wieder weg.Der Affe hat dann sofort zu verstehen gegeben, dass er über die Eigentumsfrage der Keksschachtel nicht weiter diskutieren möchte. Sein zu Schau gestelltes Gebiss und entsprechende Geräusche, haben dann den Man mit dem mittlerweile offenen und leeren Rucksack auch gleich überzeugt. Der Affe hat dann ritsch, ratsch die Verpackung aufgemacht und sich dann die Kekse reingestopft. Kann mal wohl unter Dumm gelaufen abbuchen. ​ Wir wollten aber eigentlich ganz was anderes anschauen. Der Felsen von Gibraltar ist voller Höhlen und Tunnel. Die Engländer haben in den letzten Jahrhunderten fleißig Kilometer um Kilometer Tunnel gebuddelt. Alles schön mit Kanonen bestückt – fertig ist die Festung. Wenn man unten in der Stadt steht, kann man erahnen, wieviele Löcher mit Kanonen da oben auf etwaige Angreifer gewartet haben. Leider kann man nur in die Tunnel rein, die keine Bedeutung mehr haben. Die allermeisten Tunnel sind nicht zugänglich. Toll fanden wir auch die Tropfsteinhöhle, schön zu sehen, dass der Felsen eigentlich ein großer Haufen Kalk ist Nach dem Fußmarsch um den Felsen und den gesamten Weg zurück zum Boot, hatten die Kids keine große Lust mehr auf weitere Märsche mit ihren Eltern. Also haben Kathi und ich uns auf gemacht, die Supermärkte von Gibraltar zu plündern. An der Kasse hat die Dame uns gleich angeboten, uns die Einkäufe liefern zu lassen. Davon haben wir dankend Gebrauch gemacht

Veröffentlicht in

Felix im Glück

Felix hat schon eine Weile davon geträumt, dass wir an seinem fünften Geburtstag in einer schönen Bucht ankern, Baden gehen und Abends einen riesigen selbstgefangenen Fisch grillen. Heute war es dann soweit. Endlich Geburtstag. Nur waren wir weder in einer Bucht, noch haben wir einen Fisch gefangen und baden waren wir auch nicht. Alles nur halb so schlimm. Das Alternativprogramm hat ihm auch gefallen. Am Hafen gibt es ein superschönes archäologisches Museum. Hier in der Gegend wurden im Meer einige gesunkene Schiffe aus der römischen Zeit gefunden. Die Überreste sind in dem Museum ausgestellt. Dazu viele Erklärungen, Modelle und Filmchen, wie die Arbeit eines Archäologen aussieht. Und ganz wichtig die vielen Knöpfe, die es in dem Museum zu drücken gab 😊. Nachmittags haben wir eine große Spielhalle für Kinder gefunden.Abends war dann der lustige Antonio zum Feiern da. Antonio hat sein Boot im Hafen am gleichen Steg wie wir. Julia und Felix haben schon letztes Jahr Freundschaft mit ihm geschlossen und so war klar, dass heute mit ihm gefeiert wird. Eine große Portion leckerer Tapas hat dann den Fisch ersetzt… Der Tag war gerettet.Jetzt sind alle Kinder im Bett.. Und wir auch gleich hinterher.

Veröffentlicht in

Arbeitsgrüsse aus der Werft

Das Kranen war wie erwartet eine Zitterpartie. Leider waren die Jungs am Kran nicht so die Checker. Das ganze geht wie folgt ab. Man fährt mit seinem Boot in eine Gasse aus Beton. Hier muss man gut zielen, rechts und links sind da nur knapp ein Meter. Captain Kathi hat das aber gewohnt souverän mit Baby auf dem Arm gemacht. Dann fährt ein ziemlich großer Kran über einen drüber. Es werden Schlaufen runtergelassen, die vorne und hinten unter die Rümpfe geschoben werden. Der Trick ist die Schlaufen möglich so unter dem Boot zu positionieren, dass nix kaputt geht. Da gehts los, wo man als Kranführer was checken muss. Der Unserige wusste wohl nicht dass bei einem Schiff hinten Schiffsschrauben sind und wollte uns schon raus heben. Auf mein Angebot schnell reinzuspringen und zu tauchen hat er dankend und daumenhochhaltend verzichtet. Ich hab dann trotzdem mit Taucherbrille mein Kopf unter Wasser gehalten. Die Schlaufen waren natürlich genau auf den Schrauben. Das wäre dann nicht so geschickt gewesen, daran das Boot raus zu holen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Dann ging alles schnell und war ok. Boot raus, runter auf Klötze stellen und unseren Unterwasserzoo besichtigen. Schon toll, was so alles mit uns unter dem Boot wohnt. Leider mussten wir sämtlichem Getier und Gepflanz die sofortige Kündigung aus

Veröffentlicht in

Julia über Bord!

…. oder besser gesagt über Steg. Am Freitag sind meine Eltern angekommen. Die Kinder sind schon den ganzen Tag aufgeregt und freuen sich unheimlich über unseren Besuch. Als sich die erste Aufregung gelegt hat, spielen die Kinder Angeln am Steg. Ich versichere meinen Eltern, dass das alles passt und die beiden sicher nicht ins Wasser fallen. Keine fünf Minuten später, macht es einen riesen Platsch. Juli ist ins Wasser gefallen. Ich denke nicht lange nach und springe sofort hinterher. Alles geht gut. Juli’s Schwimmweste löst gleich aus, ihr Kopf wird sicher über der Wasseroberfläche gehalten und ich schwimme mit ihr zum Steg, wo schon mehrere helfende Hände sind. Juli’s panisches Schreien hat den ganzen Steg alarmiert.  Schwimmweste im aufgeblasenen Zustand Den Rest des Tages ist es mir ein wenig mulmig zumute. Gleichzeitig ist es beruhigend zu sehen, wie gut die Schwimmwesten funktionieren und wie wichtig unsere Immer-Schwimmwesten-Trage-Politik ist. Die Gefahr ins Wasser zu fallen, ist am Steg höher als auf dem Wasser. Dort halten sie sich immer fest, sind weniger leichtsinnig und vor allem sind die Kinder auf dem Wasser angeleint.  Gleiche Schwimmweste im normal Zustand. Der Sicherheitsgurt hält uns auf dem Schiff Am nächsten Tag ist der Schreck vergessen. Juli erzählt, dass es schon lange her ist und ihr sowas schon lange nicht mehr passieren würde