Wann lösen wir die Leinen? Wann verlassen wir Cartagena und wann geht damit die Reise wirklich los?Eigentlich wollten wir gestern los. Der Plan war in die Nachbarbucht zu segeln. Mazzaron heißt die Bucht und ist sehr nett. So mit schönen Strand, kleinen Ortschaften, kaum Tourismus und guter Schutz gegen fast alle Windrichtungen. Leider eben nur fast. Hier weht der Wind aus Westen oder aus Osten. Ab und zu aus Süden. Gerade ist ab und zu. Aus Süden ist an sich gut und kein Problem. Nur, dass die meisten Buchten bis Cartagena dann ungeschützt sind. Ungeschützt heißt Wind und Welle stehen in die Bucht. Das ist bei leichten Winden (wie in unserem Fall) nicht gefährlich. Nur eben sehr unbequem. Das Boot rollt und schaukelt wie wenn man segelt. Das macht man eigentlich nur wenn mann muss. Wir müssen ja nichts. Also bleiben wir noch ein bisschen. Jonathan zahnt gleich auch noch heute los. Mit Fieber und quengeln. Da waren wir froh nicht auf See zu sein. Zahnen macht keinen Spaß Den verlängerten Hafenaufenthalt wissen die Kinder gut zu nutzen. Felix mit seinem heiß geliebten Mango Shake Juli übt Knoten Praktischerweise drücken uns unsere spanischen Freunde Antonio und Yolanda ihren Autoschlüssel in die Hand. Also geht’s ab zum Einkaufen. Milch, Wasserkannister, säckeweise Nudeln und Tomatensoße wandern in unsere Schränke. Wer weiß, wann wir wieder mal ein Auto haben, um groß Einkaufen gehen zu können. Die Supermärkte sind meistens nicht in den schönen Buchten und Marinas.Also warten wir darauf, dass der Wind das tut, was er normalerweise zu dieser Jahreszeit tut. Wir halten euch auf dem Laufenden!
Autor: Hannes
Nicht du findest das Schiff, es findet dich
Testtext
Hoffentlich kommt niemals die Drogenfahndung zu uns
Gestern Nacht haben wir unsere letzten Kartons ausgeräumt. Babysachen für Jonathan und Medikamente für uns alle. Vor allem Milch haben wir in rauen Mengen gekauft. Auf Booten gibt es nicht viele gerade Stauflächen. Alles ist der Rumpfform folgend rund. Babymilch ist dummerweise aber in eckigen Schachteln drin. Also haben wir alle Beutel aus den Schachteln raus geholt, sauber beschriftet und unter den Bodenbrettern verstaut. Dabei kam uns der Gedanke, was wohl wäre, wenn mal ein Drogenfahnder vorbei kommt und wissen will was wir für ein Pulver in den Tüten haben. Auch was die Fahnder zu unserer Apotheke sagen würden, ist unklar. Die Anzahl der Medikamente ist übrigens nicht unserem Kaufrausch geschuldet, sondern das Ergebnis stundenlanger Beratung unserer Freunde Sylvie und Susi, des Reisearztes und dem Buch „Medizin auf See“. In diesem Buch gibt es offizielle Listen vom funkärtzlichen Beratungsdienst, was der deutsche Seefahrer so auf großer Fahrt dabei haben sollte. Das Gute ist, wenn was ist, können wir dort anrufen und der Funkarzt sagt dann nur: Nehmen Sie Medikament 12.03 und es gibt keine Missverständnisse. Hoffentlich brauchen wir’s nicht.
Video: Antigua und weiter gehts nach St Bart
Angekommen in Rabat
Der zweite Anlauf auf den Atlantik war ein voller Erfolg.Diesmal haben wir den Strom in der Straße von Gib nach einer anderen Methode berechnet und der Wind sollte auch aus der richtigen Richtung kommen. Der Wind war auf 10 Knoten vorhergesagt, was sich perfekt anhörte.Also haben wir uns seit 3 Monaten mal wieder einen Wecker gestellt und sind morgens früh aus den Federn. Felix im Motorraum beim Predeparture Check Ablegen und los aufs Wasser. Der Wind lässt sich erst ein bisschen Bitten, kommt dann immer mehr auf. Wir lassen nur ein Segel stehen und kommen gut voran. Die Strömungsberechnung ist natürlich komplett falsch aber der Wind stimmt und so kommen wir voran. Ab Tarifa nimmt der Wind ordentlich zu und nach einer Zeit baut sich dementsprechend eine Welle auf. Der Wind steht gegen den Strom, was nicht so angenehm ist. Die Wellen werden dann steil und brechen sich. Die Wellen kommen von hinten und rauschen unter uns durch. Eine Welle klatscht hinten ans Heck und ein paar Spritzer finden ins Cockpit. Als es dann daran geht nach links Richtung Süden abzubiegen, haben die Wellen schon 2 Meter Höhe erreicht. Ein paar Mal müssen wir aus dem Wellental schon nach oben auf die Wellen gucken. Durch das Abbiegen nach links, kommen die Wassermassen nicht mehr von hinten sondern von der Seite. Nachdem wir immer noch Strom gegen Wind Bedingungen haben, stecken wir ein paar Breitseiten von Brechern ein. Das ist hier schon was anderes als im Mittelmeer. Zu unserem großen Vergnügen, müssen wir nun auch noch ein Verkehrstrennungsgebiet queren. Das sind in viel befahrenen Schifffartswegen Zonen, die wie Autobahnen organisiert sind. Rechts ein Streifen der eine Seemeile breit ist, in der Mitte eine neutrale Zone und Links die Gegenspur. Wie auch auf der Autobahn, ist das queren so eine Sache. Die Spuren sind leider auch gut besucht. Ein 400m Container Monster nach dem anderen Dazwischen immer mal wieder ein 300m Tanker. Super. Also Motoren an und die Hebel auf den Tisch legen. Die Motoren geben was sie können und der Wind pustet auch mit 20 Knoten mit. Wir schießen zwischen zwei Biggies durch, der eine ändert netterweise seinen Kurs, was unseren Blutdruck gut tut. Die zweite Spur klappt gut, hier sind die Lücken zwischen den Schiffen etwas größer. Wir machen drei Kreuze als wir das geschafft haben.Auf der Höhe von Tanger, in der Abdeckung von Marokko, lässt die Strömung der Straße von Gib langsam nach, die ekelhafte Welle wird weniger. Kurz nach dem Sonnenuntergang verabschiedet sich auch der Wind komplet. Wir machen wieder den Motor an, ziehen die schlapp flappenden Segel runter und stellen uns auf 10 Stunden Dauerbrummen ein. Es ist Neumond und damit vollkommene Dunkelheit. Wir sind 15sm vor der Küste und aus der Sichtweite von irgendeiner Lichtquelle. Die Sterne können zeigen was sie können. Die Milchstraße zieht über den Himmel. Ich liege in meiner Nachtwache im Cockpit und schaue staunend in die unendlichen Weiten. Das sind die Stunden beim Segeln, warum man das alles macht. Das Kielwasser leuchtet von den fluoreszierenden Planktonteilchen wie ein Silberschweif hinter uns her. Sogar im Toilettenspülwasser leuchtet und funkelt es beim Spülen.Die Nähe zu dem großen Handelshafen Casablanca fordert stellenweise Konzentration. Viele Handelsschiffe fahren neben, hinter und vor uns. Um 3 Uhr morgens nähert sich eins von hinten. Es fährt ganz knapp neben unserem Kurs. Bei den großen Pötten weiß man ja nicht immer, was die so vor haben und ob die uns sehen. Ich funke den Kahn an und frage, ob er uns sieht und was er so vor hat. Der Kapitän sagt, das er uns sieht und wir auf unserem Kurs bleiben sollen, dann überholt er uns. Genau das macht er dann in einer halben Meile Entfernung. Um 8.00 kriechen alle aus ihren Betten und ich haue Spiegeleier in die Pfanne. Ein deftiges Frühstück nach unser ersten Atlantik-Nachtfahrt ist genau was wir brauchen. Wir vertreiben uns die Zeit mit Gesellschaftsspielen, Bücher (vor)lesen und Angeln. Eine halbe Stunde vor dem Einlaufen in Rabbat holt Kathi die Angel ein. Prompt beißt ein Fisch an. Die letzen 24 Stunde nix und jetzt kurz vorm Ankommen. Die Aufregung ist groß. Kathi zieht Hand über Hand die Schnur ein. Der Fisch will nicht kampflos in unsere Pfanne. Wir sehen den Fisch kurz vor der Badeplattform. Ein schöner Yellowfin Tuna glauben wir. In dem Moment in dem Kathi den Fisch aus dem Wasser lupfen will, hüpft der Fisch vom Haken. 2 Meter vor dem Boot. So ein Ärger. Kathi schmeißt die Angel gleich wieder rein aber nichts will mehr beißen. Land-ho schallt über das Deck! Wir sehen Marokko und machen uns fertig fürs Einlaufen. Ich rufe die Marina über Funk auf englisch. Die Marina liegt 1km Flussaufwärts. Der Fluss ist flach und voller Untiefen. Der Hafen schickt daher auch ein Boot raus, um die Segelboote abzuholen und um die Untiefen herumzulotsen. Nur antwortet niemand auf meine Funksprüche. Ich verbiege meine Zunge und rufe auf französisch. Keine Antwort. Wir versuchen es auf anderen Kanälen aber die Funke bleibt stumm. Ich hatte gelesen, dass das Lotsenboot ein schlechtes Funkgerät hat und nicht antworten kann. Also dümpeln wir vor der Flussmündung herum und warten. Nach ein paar Minuten kommt tatsächlich der Lotse und rauscht mit Vollgas vor uns her. Kathi legt die Hebel auf den Tisch und wir donnern dem Lotsen hinterher den Fluss hoch. In der Marina machen wir am Willkommenssteg fest und kaum sind die Festmacher angezogen, stehen drei Herren vom Zoll, Immigration und Polizei bei uns im Cockpit. Der Papierkrieg dauert eine halbe Stunde und läuft freundlich ab. Die Kinder lockern die Stimmung wie immer auf und schäkern was das Zeug hält mit den Beamten. Der Snifferdog schafft es nicht zu uns an Bord, also schauen sich die Herren bei uns um. Die Schränke mit den Lebensmittel werden inspiziert und die Motorenräume werden auch in Augenschein genommen. Sie finden nichts und verabschieden sich. Wir verlegen auf unseren Liegeplatz und feiern mit einem Anleger unseren Törn. Wir sind in Arabien!
Hai, England
Nach einem sehr ordentlichen Frühstück werfen wir die Leinen los und lassen Marbella mit seiner hübschen Innenstadt und seiner grässlichen Fassade hinter uns. Unser Ziel heißt Gibraltar. Wie schon mehrfach angedeutet, einer meiner Highlights hier im Mittelmeer. Wir haben zum ersten Mal ordentlichen Wind. Also Segel hoch und Luna zieht wie auf Schienen durchs tiefblaue Wasser. Der Schiffsverkehr nimmt immer mehr zu und wir zählen 8 Frachter, Tanker und Fischer um uns herum. Die Straße von Gibraltar ist ja bekannt für seine starken Winde. Je näher wir der Straße kommen desto weniger Wind haben wir. Also Sturm haben immer die anderen. Egal, wir genießen diesen tollen Segeltag mit moderaten Winden und leichter Dünung. Wer braucht schon Starkwind! Felix und Kathi gehen aufs Vorschiff und beobachten das Treiben um uns herum. Wieder werden wir von Delfinen besucht, die kurz vorbei schauen, sich dann aber lieber schnelleren Booten zu wenden. Die Straße von Gibraltar gilt als eine fischreiche Ecke und wir schmeißen angesichts der vielen Fischer auch unsere Angel raus. Je näher wir der Meerenge kommen, desto mehr kann man die Strömungen beobachten. Kerzengerade Linien, die durchs Wasser gehen. An diesen Linien fahren die Fischer vorbei. Wir machen das den Profis nach, haben aber mal wieder keinen Erfolg. Mist, wir wollten eigentlich einen Tuna grillen. Plötzlich schreit Felix: Ein Hai! Tatsächlich, wir sehen eine braune Finne aus dem Wasser kommen mit einem platten Maul. Hier gibt es sogar weiße Haie, laut unserem Führer. Ich hole die Kamera raus und knipse was das Zeug hält. Was für ein Hai! Beim Anschauen am Abend stellt sich eine gewisse Ernüchterung ein. War wohl eher eine Schildkröte, die ihre Flossen aus dem Wasser gehalten hat. Trotzdem auch schön, so einen Riesen mal in freier Wildbahn gesehen zu haben.Im goldenen Abendlich fahren wir um den Felsen von Gibraltar herum. Die Kinder gucken sich die Augen aus dem Kopf nach den kleinen Affen, die auf dem Felsen hausen, können aber nichts erkennen. Wir lassen den Hafen von Gibraltar rechts liegen und schlängeln uns an den vor Reede liegenden Supertankern und Frachtern zu unserem Hafen. Wahnsinn, was hier für riesen Kähne ankern und wir mit unserem kleinen Boot sind mittendrin. In der Marina legt Kathi gewohnt gekonnt rückwärts an. Wir holen ein paar Chips, Nüsse, Schinken und Knabberten zusammen und begießen diesen tollen Tag.Bei Kathi und mir stellt sich ein bisschen Geschafft-Gefühl und Dankbarkeit ein. Wir waren vorher ja immer nur für 1-2 Wochen chartern und das ohne 3 Kinder. Jetzt leben wir seit 6 Wochen non-Stop auf dem Boot, haben die erste Etappe bis zum Ende des Mittelmeers ohne größere Komplikationen geschafft. Die Kids haben sich super auf ihre neue Umgebung eingestellt und wir entspannen uns langsam. Das Boot fängt sich an wie ein Zuhause anzufühlen.
Nichts erwartet
In unseren Reiseführern stand, dass Marbella ein schönes Städtchen sei. Also, wir los aus Malaga und die Küste runter. Ein Hochhaus nach dem nächsten verschönert die Küste. Ein Ferienparadies jagt das andere. So auch im Anflug auf Marbella. Viele hohe Häuser. Puh, wollen wir hier wirklich hin? Nach ein bisschen hin und her machen wir im alten Fischereihfafen fest. Der Hafen gefällt uns gleich gut. Nicht so überkandidelt. Alm Abend gehe ich mit den Kids zum Strand, um den Bewegungsdrang etwas entgegen zu kommen. Der Strand erinnert an Südamerika. Grillende Familien, Merenge Musik und entspannte Stimmung. Auch am nächsten Tag sind wir positiv überrascht. Die Stadt ist voller verwinkelter Gassen mit kleinen Lädchen. Auch hier freundliche Leute und entspannte Stimmung. Bei der Abfahrt wundern wir uns noch mal wie die hässliche Skyline zu der schönen Innenstadt passt.
Cruising auf Martinique
Nachdem wir den Weihnachtsbaum wie einen Regenschirm zusammen geklappt und unter den Bodenbrettern bis nächstes Jahr verstaut hatten, kam auch schon der von den Kindern heiß ersehnte Besuch in Gestalt meiner Schwester Uli und ihrer Tochter Nicola. Die beiden blassen Gestalten, die wir mit dem Dinghy vom Strand abgeholt haben, wurden sofort von den Kindern in Beschlag genommen und beschwatzt was das Zeug hielt.Am nächsten Tag war das unser Ziel die Schildkrötenbucht (Anse Dufour) in der wir auch Sylvester feiern wollten. Andere Crews hatten uns von dieser kleinen Bucht vorgeschwärmt. Schöner Sandstrand, nicht viel los und Schwimmen mit Schildkröten. Nach kurzer Fahrt ankern wir neben ein paar Fischerkähnen in der Mitte der Bucht und springen ins 30C warme Wasser. Unser Besuch und die Kinder schnorcheln, bis Schwimmhäute zwischen den Fingern bekommen. Felix wird durch Ulis und Nicis Zureden immer mutiger und schnorchelt mit einer ziemlich großen Schildkröte. Mit dem Dingy fahren wir an den Strand und alle lassen es sich gut gehen. Es passiert nicht viel in den Tagen um Sylvester. Schnorcheln, schwimmen ein bisschen am Strand rum laufen, Essen und früh schlafen. So kommt es auch, dass wir statt ins Neue Jahr reinzufeiern, alle in neues Jahr reinschlafen und das erst am nächsten Morgen mitbekommen. Die Kinder, Uli und Nici machen eine lange Wanderung durch den Dschungel und entdecken Krebse und alle möglichen anderen Tiere und Pflanzen.Nach ein paar Tagen bei den Schildkröten ziehen wir den Anker hoch und fahren in die Nachbarbucht. Uns gehen Obst, Gemüse und Brot ab. In der Schildkrötenbucht gibt’s nichts zu Kaufen. Die nächste Bucht ist zwar größer und wir sind nachts nicht mehr die einzigen, trotzdem gefällt’s und hier. Der Ort ist sehr entspannt, die Leute sind gut drauf, der Strand ist schön und wir genießen das karibische Flair und morgens ein gutes Baguette. Die letzten Tage von unsere Zeit in Martinique verbringen wir in der Marina. Wir leihen uns Autos für ein paar Tage und erkunden das Landesinnere. Dichte Regenwälder, Kaffe und Bananen Plantagen durchziehen die Insel. Gestern Nacht fliegt unser Besuch wieder ins kalte Deutschland zum Arbeiten und Studieren. Wir nutzen den Wasseranschluss zum Waschen von Bergen von Wäsche, die sich in den letzten Wochen so angesammelt haben, putzen das Schiff und haken ein Projekt nach dem anderen ab.In den nächsten Tagen werden wir dann die Küste nach Norden hoch fahren. Unser Ziel heißt dann nach einem kurzen Stop Domenica. Wir hoffen, dass die Hurricanes der Saison 2017 noch ein bisschen was übergelassen haben.
Wal Party
Am nächsten Tag stellen wir uns morgens an die Straße und passen ein Sammeltaxi ab. Ein Minivan, der vollgestopft mit Leuten uns von A nach B bringt. Wir sind mit unseren 3 blonden Kindern die Stars an Bord und den Kids gefällt die Fahrt bei offener Schiebetür. Wir hatten den Kids versprochen, Wale zu sehen und hatten auf der Luna ja kein Glück. Also steigen wir auf ein Walewatching Boot. Wir haben Glück und finden das wohl coolste Boot in der ganzen Gegend. Die Crew besteht aus zwei kanadischen und einer deutschen Biologinnen, die uns auf der Fahrt raus in die Bucht alles erzählen, was es zu Buckelwalen zu sagen gibt. Felix freundet sich mit der deutschen Biologin (Fatima) an und fragt ihr 4 Stunden lang Löcher in den Bauch. Nach einer Stunde sitzen die beiden auf dem Vordeck und unterhalten sich die ganze Tour angeregt. Endlich mal jemand dem man hemmungslos Löcher in den Bauch fragen kann Wir sehen mehrere Wale aus nächster Nähe und sind schwer beeindruckt von der Größe und Kraft der Tiere. Irgendwie sind wir ganz froh, dass nicht mit dem eigenen Boot gemacht zu haben. Ganz schön groß und ganz schön nah dran So nah würde ich mit unserem (Plastik) Rumpf diesen Riesen nicht kommen wollen. Zur Krönung des Tages fahren wir im TukTuk zurück, nicht ohne bei einem Gemüsemarkt allerlei exotischer Früchte zu erstehen. Die Wirbelstürme Irma und Maria sind an der DomRep ja weitgehend vorbei gezogen. Es gibt also reichhaltig Obst und Gemüse zu sehr fairen Preisen. Das erste Mal seit dem wir in der Karibik sind! Im TukTuk
Auf Antigua
Der nächste Stop für uns ist Antigua. Auch eine der ehemals britischen Inseln denen es aber nicht so schlecht zu gehen scheint.Wir segeln Nachts rüber. Das klappt ganz immer ganz gut. Wir bringen die Kids ins Bett. Wir holen den Anker hoch und fahren los. In diesem Teil der Karibik, gibt es außerhalb der Inseln keine Riffe oder Untiefen, so dass wir relativ stressfrei auch ohne Licht segeln können. Kathi legt sich dann meistens zu den Kindern und ich schwelge dann im Nachtsegeln. Wir versuchen das immer so zu organisieren, dass wir so gegen 6 Uhr am nächsten Morgen in der Nähe von Land sind und die Kinder nach dem Aufstehen, den Landfall erleben. Wir suchen uns dann einen schönen Ankerplatz auf Sand, schmeißen den Anker und genießen das Ankommen in einem neuen Land mit Saft und Nüssen.Einer von uns geht dann zum Einklarieren zum Zoll, Immigration, Polizei und manchmal zur Gesundheitsbehörde. Das macht jedes Land sehr unterschiedlich. In manchen Ländern geht das in ein paar Minuten wo anders dauert das einen halben Tag. In Antigua hat das relativ lange gedauert. Allerdings war das Ankommen und Einklarieren ein echtes Erlebnis.Mit dem Dingy fahre ich von unserem Ankerplatz an einem schönen Strand los nach Falmouth Harbour. Vorbei an vielen, vielen Superyachten. Hier tummeln sich Reich & Schön. Motoryachten mit Heli und Uboot. Riesige Segelyachten von elegant bis weniger elegant. Alle auf jeden Fall Hingucker. Die Schiffe glänzen wie Spiegel, das Edelstahl glänzt. Viele junge Leute putzen die Schiffe tagein und aus. Zu Fuß gehts weiter zum Nelson’s Dockyard. Eine World Heritage Site. Ich fühle mich ins alte England zurück versetzt. Ehrwürdige Backstein Gebäude, ordentlich gestutzter Rasen, sauber angelegt Wege und überall riecht es nach britischer Seefahrtsgeschichte. In der Karibik gibt es ja nicht sehr viele Städte, die besonders sehenswert sind. Das ist hier ein schöner Kontrast. Nach dem Einklarieren gehen wir gleich ausgiebig von der Luna aus schwimmen. Wir liegen in türkisfarbenem Wasser. Um uns herum Schildkröten und kleine und große Fische. Life is good.
